• Zur Hauptnavigation springen
  • Skip to main content

DFG-VK Ortsgruppe Würzburg

  • Startseite
  • Über Uns
    • Positionspapier – Satzung – Programm
    • Mitmachen
    • Impressum
    • Projekte
  • Termine
    • Ostermarsch 2026
  • Archiv
  • Newsletter
  • Mitteilungen
  • Material und Informationen
  • Künste/Kultur
  • Links
  • Suche
  • Startseite

Mitteilungen

Pressemitteilungen, Berichte und Erklärungen der DFG-VK Gliederungen: Ortsgruppe Würzburg und Mitglieder, DFG-VK Bayern, DFG-VK Bundesverband

2026

Januar bis Juni 2026

+++ April:

DFG-VK kritisiert zunehmende Bundeswehr-Präsenz an Schulen – Politische Bildung darf nicht militarisiert werden

Stuttgart, 23. April 2026 – Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) zeigt sich alarmiert über die Berichte, wonach die Bundeswehr in diesem Jahr bereits mehr als 2.000 Schulbesuche durchgeführt hat. Diese Entwicklung steht für eine zunehmende Normalisierung militärischer Einflussnahme im Bildungsbereich und ist aus friedenspolitischer Sicht höchst problematisch.

Schulen sind Orte des Lernens, der kritischen Reflexion und der demokratischen Bildung. Sie dürfen nicht zu Räumen werden, in denen militärische Logiken als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Wirklichkeit vermittelt werden. Bildung gehört in die Hände pädagogischer Fachkräfte – Bundeswehroffiziere sind keine Lehrer*innen. Wenn Jugendoffiziere und andere Vertreter*innen der Bundeswehr verstärkt in Klassenzimmern präsent sind, geschieht dies nicht in einem neutralen politischen Vakuum. Es transportiert Perspektiven, Interessen und sicherheitspolitische Deutungen, die häufig einseitig bleiben.

Die DFG-VK warnt seit Jahren vor einer schleichenden Militarisierung des Bildungswesens. Gerade in einer Zeit, in der über Wehrpflicht, Aufrüstung und „Kriegstüchtigkeit“ diskutiert wird, ist die massive Ausweitung von Bundeswehrbesuchen an Schulen ein politisches Signal. Junge Menschen werden so frühzeitig mit militärischem Denken konfrontiert, während zivile Konfliktbearbeitung, Friedenslogik und antimilitaristische Perspektiven strukturell unterrepräsentiert bleiben.

„Wenn die Bundeswehr tausendfach Klassenzimmer erreicht, während Friedensorganisationen nur wenig und ohne vergleichbare institutionelle Unterstützung Zugang erhalten, dann ist das kein Ausdruck ausgewogener politischer Bildung, sondern ein Ungleichgewicht mit Folgen“, erklärt Yannick Kiesel, politischer Geschäftsführer der DFG-VK.

Die DFG-VK erinnert daran, dass der Beutelsbacher Konsens Überwältigung, Indoktrination und einseitige Einflussnahme in der politischen Bildung ausschließt. Diese Maßstäbe müssen auch für sicherheitspolitische Themen gelten. Gerade weil junge Menschen mit Kriegsängsten, globalen Krisen und gesellschaftlichen Verunsicherungen konfrontiert sind, brauchen sie Räume für kontroverse Debatten, nicht militärische Normalisierung.

Besonders kritisch sieht die DFG-VK, dass Bundeswehrbesuche häufig von einer Institution durchgeführt werden, die zugleich einen klaren Rekrutierungsauftrag verfolgt. Auch wenn Jugendoffiziere formell keine Karriereberater sind, lässt sich diese strukturelle Nähe nicht ausblenden. Wo Bundeswehr an Schulen als selbstverständlicher Akteur auftritt, wird Akzeptanz für das Militär geschaffen.

Die DFG-VK fordert deshalb:

  • keine weitere Ausweitung und die Beendigung von Bundeswehrbesuchen an Schulen
  • keine Kooperationsabkommen zwischen Bildungsministerien und Bundeswehr
  • gleichberechtigten Zugang für Friedensorganisationen und zivile Konfliktbearbeitung in Schulen
  • Stärkung von Friedensbildung als verbindlichem Bestandteil schulischer Bildung

Statt Jugend auf Krieg vorzubereiten, braucht es Bildung für Frieden. Schulen sollten Orte sein, an denen über Gewaltprävention, internationale Verständigung, Kriegsdienstverweigerung und zivile Alternativen gesprochen wird.

Die ehrenamtlichen Mitglieder der DFG-VK steht für Gespräche, Workshops und friedenspolitische Bildungsangebote an Schulen bereit.

Pressekontakt:
Yannick Kiesel (DFG-VK): kiesel@dfg-vk.de; +491578/3452092

Kontakt zum Thema „Friedensbildung in Würzburg und Umgebung“ : wuerzburg@dfg-vk.de


+++ Februar:

Europäische Bürgerinitiative für die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel

Europäische Bürgerinitiative für die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel

Eine Europäische Bürgerinitiative setzt sich für die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel ein. DFG-VK Bayern unterstützt die Forderung und die Petition (Unterschriftensammlung) der Initiative.

Hier kann unterzeichnet werden: https://eci.ec.europa.eu/055/public/#/screen/home

Worum es geht: https://citizens-initiative.europa.eu/initiatives/details/2025/000005_de

Laut der Europäischen Kommission ist der Staat Israel für die beispiellose massenhafte Tötung und Verletzung von Zivilistinnen und Zivilisten sowie für die massenhafte Vertreibung der Bevölkerung und die systematische Zerstörung von Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen in Gaza verantwortlich [1]. Israel blockiert zudem die Bereitstellung humanitärer Hilfe; dieses Vorgehen könnte als Aushungern als Methode der Kriegsführung angesehen werden. Israel bricht mit zahlreichen Regeln und Verpflichtungen des Völkerrechts und leistet der Anordnung des Internationalen Gerichtshofs [2], das Verbrechen des Völkermords zu verhindern, nicht Folge.

Und doch hat die EU ihr Assoziierungsabkommen mit Israel, ein Eckpfeiler der bilateralen Zusammenarbeit zwischen der EU und Israel in den Bereichen Handel, Wirtschaft und Politik, noch immer nicht ausgesetzt.

Die EU-Bürgerinnen und -Bürger dürfen nicht mehr hinnehmen, dass die EU ein Abkommen aufrechterhält, das einen Staat legitimiert und finanziert, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen begeht.

Daher fordern wir die Kommission auf, dem Rat einen Vorschlag für die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel vorzulegen.

[1] Europäischer Auswärtiger Dienst, Vermerk des Büros des EU-Sonderbeauftragten für Menschenrechte, 20. Juni 2025, https://euobserver.com/eu-and-the-world/ar0246a0da.

[2] Internationaler Gerichtshof, Anordnung vom 26. Januar 2024, https://www.icj-cij.org/node/203447 .

Beginn der Sammlung: 13/01/2026


+++ Januar:

Pressemitteilung der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

Angriff auf Venezuela: US-Präsident Trump bricht einmal mehr das Völkerrecht

Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) protestiert gegen den US-amerikanischen Angriff auf Caracas: Die militärische Gewalt gegen die Hauptstadt Venezuelas stelle eine schwerwiegende Eskalation dar und verletzte grundlegende Prinzipien des Völkerrechts, insbesondere des Gewaltverbots der UN-Charta. Die deutsche Regierung müsse klare Worte finden und Konsequenzen ziehen, fordert die DFG-VK.

„Mit dem willkürlichen Angriff hat Donald Trump internationales Recht einmal mehr mit Füßen getreten“, hält Thomas Carl Schwoerer, Bundessprecher der DFG-VK fest: „Man kann nicht einfach so einen souveränen Staat überfallen und dessen Staatschef entführen, wenn einem dieser nicht passt“, so Schwoerer. Bereits die Angriffe auf Schiffe vor der venezolanischen Küste sowie die Kaperung von Tankern seien Verstöße gegen internationales Recht gewesen, so der DFG-VK-Bundessprecher.

Der Friedensverband fordert von der deutschen Regierung Konsequenzen: „Eine glaubwürdige Außen- und Sicherheitspolitik muss alle Gewalttäter und Rechtsbrecher gleichbehandeln: Die Bundesregierung muss den Angriff deutlich verurteilen, Sanktionen gegen die USA erlassen und etwa den Kauf von US-Rüstungsgütern sofort einstellen“, so Schwoerer. Notwendig seien zudem Schritte zur Deeskalation: „Es ist aktuell unklar wie viele Menschen beim US-Angriff getötet wurden – klar ist aber, dass ein offener Krieg noch mehr Leben kosten würde“, erklärt Thomas Carl Schwoerer. Er befürchtet außerdem eine massive Aufrüstung vieler Staaten, die sich vor solchen Willkürangriffen der USA schützen wollen: „Einmal mehr bringt Donald Trump die Welt in Unruhe“, so der DFG-VK-Sprecher.


Verweigert den Kriegsdienst! Meldet Euch nicht als Freiwillige bei der Bundeswehr! Keine Gewissensprüfung – eine Absichtserklärung muss reichen – fordert die DFG-VK Bayern

Wir PazifistInnen betrachten die Verweigerung aller Kriegsdienste als unseren persönlichen Beitrag für eine Welt ohne Krieg und Militär.

Wer in der BRD den Kriegsdienst verweigern will, muss einen Antrag stellen unter Berufung auf Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes. Dieser Antrag muss schriftlich begründet werden und wird vom Bundesministerium für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben geprüft. Wir lehnen die staatliche Überprüfung des Gewissens ab. Eine einfache Erklärung der Absicht, keinen Kriegsdienst leisten zu wollen, muss genügen.

Wofür wir eintreten:

Gegen Wehrpflicht und Dienstpflicht

Wir wenden uns gegen jede Form der Reaktivierung der Wehrpflicht. Damit wollen die Kriegsparteien das „Menschenmaterial“ rekrutieren um Deutschland wieder zur stärksten Militärmacht in Europa zu machen. Wir wenden uns gegen jede allgemeine Dienstpflicht. Soziales Engagement ist wohl wünschenswert, aber nicht durch einen staatlich verordneten Pflichtdienst herzustellen.

Verweigert alle Kriegsdienste!

Im Kriegsfall können alle Wehrpflichtigen zu zivilen Dienstleistungen für Zwecke der Verteidigung verpflichtet werden, Frauen können zum Dienst im Lazarett verpflichtet werden (Art. 12 a Grundgesetz). Auch die Arbeit in der Rüstungswirtschaft ist Kriegsdienst.

Für allgemeine Abrüstung

Wir alle sind von der Aufrüstung betroffen: Jeder Euro, Dollar oder Rubel, der gerade in die Aufrüstung fließt, fehlt in der Bekämpfung globaler Menschheitsprobleme wie der Klimakatastrophe, Pandemien oder Armut und Unterentwicklung. Kürzungen im Sozial- und Bildungsbereich zugunsten der Aufrüstung der Bundeswehr führen zu mehr Konflikten und Unfrieden in der Gesellschaft. Der politische Pazifismus will Krieg verhindern durch allgemeine und vollständige Abrüstung. Unser Ziel ist eine Welt ohne Krieg und Militärgewalt.

Friedensfähig statt Kriegstüchtig

Wir lehnen jeden Krieg ab! Es gibt keinen gerechten Krieg! Wir müssen jeder Art von Kriegspropaganda entgegentreten, und den Militarismus in Deutschland entlarven!. Friedensfähig heißt: Völkerrecht und Menschenrechte beachten, die Sicherheitsinteressen des Gegners respektieren!

Friedensfähig durch Friedensbildung!

Bildung muss der Menschheit dienen und nicht ihrer Vernichtung. Bildung muss die Menschen befähigen, ihre Interessen zu erkennen, sie befähigen, mit gewaltfreien demokratischen Mitteln für die Wahrung des Friedens und für den Schutz der Menschenrechte einzutreten.

Gewaltfrei Handeln!

Wir unterstützen die Entwicklung von Konzepten sozialer Verteidigung und die Verbreitung der Kenntnisse der Möglichkeiten gewaltfreier Aktionsformen.


2025

Meldungen 2025: https://wuerzburg.dfg-vk.de/wp-content/uploads/sites/17/2026/04/2025-Meldungen-DFG-VK-WUE.pdf

  • Impressum
  • Datenschutz
  • Mitmachen

Urheberrecht © 2026 · dfg-vk · Anmelden